Wenn nach einem langen Winter die Natur auflebt, verändern sich mit dem Beginn der Maienblüte auf faszinierende Weise Landschaft und Vegetation. Bäume und Blumen, wie zum Beispiel die Birken und Maiglöckchen, stehen in voller Blüte. Am Nadelbaum ist der junge Maitrieb zu erkennen. Das Maikraut will gepflückt werden. Mehr oder weniger köstliche Maikräuter sind unter anderem Waldmeister, Sauerampfer, Brunnenkresse, Brennnesseln und Kerbel. Auch kleinere Tiere, wie Schmetterlinge, Maikäfer und Borkenkäfer zeigen sich.

 

 

In vielen Orten werden Maibäume aufgestellt. Zahlreiche weitere Maibräuche begleiten uns, was Essen und Trinken betrifft. So kennt man beispielsweise die Maischolle. Dieser Speisefisch wird im Mai zubereitet, da die Scholle zu dieser Zeit als besonders zart, saftig und schmackhaft gilt. Klassische Getränke im Mai sind der Maibock, der Maiwein und die Maibowle. In manchen Regionen wird zum Maitanz geladen.

 

 

  Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus
  Da bleibe, wer Lust hat mit Sorgen zu Haus!

 

 

Maibowle ist für mich die Waldmeisterbowle mit frischen Erdbeeren 

1 kleiner Bund Waldmeister
1 Zitrone

Frische Erdbeeren
2 Flaschen Wein, halbtrocken
1 Flasche Sekt

 

Erdbeeren waschen, halbieren und in Orangenlikör oder Wodka marinieren, kühl stellen.

 

Den Waldmeister waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Den Bund mit einem Baumwollfaden in das Gefäß hängen und mit dem Wein übergießen. Die Zitrone in Scheiben schneiden und dazu geben. Etwa 2 Stunden oder länger kalt stellen. Den Waldmeister und die Zitronenscheiben entfernen - die Erdbeeren hinzugeben, mit dem Sekt auffüllen.

 

 


Treffpunkt war am 1.Mai für viele

Krefelder wieder der Stadtgarten

 

 

Informationsstände Musik- und Kulturprogramm

Kinder- und Familienprogramm

 

Das alte Kurhaus im Stadtgarten

  

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der 1. Mai ab 1933 durch die Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag. Das Reichsgesetz vom 10. April 1933 benannte ihn als Feiertag der nationalen Arbeit. Am 2. Mai 1933 wurden die Gewerkschaften in Deutschland verboten und die Gewerkschaftshäuser gestürmt. Im Jahr 1934 wurde der 1. Mai durch eine Gesetzesnovelle zum „Nationalen Feiertag des deutschen Volkes“ erklärt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der 1. Mai 1946 durch den Alliierten Kontrollrat bestätigt. Maikundgebungen durften jedoch nur eingeschränkt durchgeführt werden.

 

 

 

Komm, lieber Mai, und mache
die Bäume wieder grün
und lass mir an dem Bache
die kleinen Veilchen blühn!
Wie möchte ich doch so gerne
ein Veilchen wieder sehn,
ach, lieber Mai, wie gerne
einmal spazieren gehn!

Dieses Lied war in Preußen vor dem ersten Weltkrieg für den Schulunterricht in der

vierten Klasse vorgeschrieben (Zentralblatt der preußischen Regierung von 1912)

 

       

Max und Moritz - Fünfter Streich

   

   

(1865)
Ach, was muß man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Max und Moritz hießen;

 

 

Wer in Dorfe oder Stadt
Einen Onkel wohnen hat,
Der sei höflich und bescheiden,
Denn das mag der Onkel leiden. –
– Morgens sagt man: »Guten Morgen!
Haben Sie was zu besorgen?«
Bringt ihm, was er haben muß:
Zeitung, Pfeife, Fidibus. –
Oder sollt' es wo im Rücken
Drücken, beißen oder zwicken,
Gleich ist man mit Freudigkeit
Dienstbeflissen und bereit. –
Oder sei's nach einer Prise,
Daß der Onkel heftig niese,
 

Ruft man »Prosit!« allsogleich,
»Danke, wohl bekomm' es Euch!!« –
Oder kommt er spät nach Haus,
Zieht man ihm die Stiefel aus,
Holt Pantoffel, Schlafrock, Mütze,
Daß er nicht im Kalten sitze –
Kurz, man ist darauf bedacht,
Was dem Onkel Freude macht. –
– Max und Moritz ihrerseits
Fanden darin keinen Reiz. –
Denkt euch nur, welch' schlechten Witz
Machten sie mit Onkel Fritz! –

 

 

 

             

Max und Moritz, immer munter,
Schütteln sie vom Baum herunter.

 

In die Tüte von Papiere
Sperren sie die Krabbeltiere. –

 

Fort damit, und in die Ecke
Unter Onkel Fritzens Decke!!

 

 

Bald zu Bett geht Onkel Fritze
In der spitzen Zippelmütze;

 

Seine Augen macht er zu,
Hüllt sich ein und schläft in Ruh.

 

Doch die Käfer, kritze kratze!
Kommen schnell aus der Matratze.

  

 

             

Schon faßt einer, der voran,
Onkel Fritzens Nase an.

 

»Bau!!« – schreit er –

»Was ist das hier?!!«
Und erfaßt das Ungetier.

 

Und den Onkel, voller Grausen,
Sieht man aus dem Bette sausen.

 

»Autsch!!« – Schon wieder hat er einen
Im Genicke, an den Beinen;

 

Hin und her und rund herum
Kriecht es, fliegt es mit Gebrumm.

 

 

 

Guckste wohl! Jetzt ist's vorbei
Mit der Käferkrabbelei!!

 

Onkel Fritz hat wieder Ruh'
Und macht seine Augen zu. –
Dieses war der fünfte Streich.........

 

 

 

 

Mai-Matjes mit Frischkäsecreme
Zutaten:
8 Matjesfilet
3 rote Zwiebeln
3 Äpfel
etwas Zitronensaft
100 g Doppelrahmfrischkäse
300 g Creme fraiche
Salz, weißer Pfeffer aus der Mühle


Rezept:
Die Matjesfilets unter kaltem Wasser abspülen und trockentupfen. Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden, kurz mit heißem Wasser überbrühen und abtropfen lassen. Äpfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen, Apfelstücke in feine Spalten schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln. Die Matjesfilet auf einen großen Teller legen, mit acht dünnen Apfelspalten und einigen Zwiebelringen garnieren. Die restlichen Zwiebelringe und die verbliebenen Apfelstücke würfeln und mit Frischkäse, Creme fraiche, Salz und Pfeffer verrühren.
Einen Teil der Sauce über den Fisch geben, den Rest getrennt dazu servieren. Dazu Schwarzbrot oder Bratkartoffeln essen.

 

 

 

 

Ein tolles Wochenende-Ausflugsziel

Pünktlich ab dem Mai spielen sie wieder! Jeden Sonntag um 12 Uhr bis zum 15. September. Eine Gruppe von ca. 75 ehrenamtliche Laiendarsteller auf der Hochzeitshaus-Terrasse, inmitten der Altstadt von Hameln, die Sage vom Rattenfänger nach.

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatten die Hamelner zunächst andere Sorgen, als die Aufführungen um den Rattenfänger zu zeigen. Es galt, in der harten Zeit zunächst das Überleben zu sichern. So dauerte es bis zum Jahr 1949, ehe erste Versuche unternommen wurden, das Rattenfängerspiel wiederzubeleben. Einen echten Neustart gab es erst zu Pfingsten am 13. Mai 1951. 

 

Die Rattenfänger-Sage

 

Im Jahre 1284 ließ sich zu Hameln ein wunderlicher Mann sehen. Er hatte einen Rock von vielfarbigem, buntem Tuch an und gab sich für einen Rattenfänger aus, indem er versprach, gegen ein gewisses Geld die Stadt von allen Mäusen und Ratten zu befreien.  

 

Die Bürger sagten ihm diesen Lohn zu, und der Rattenfänger zog sein Pfeifchen heraus und pfiff. Da kamen alsbald die Ratten und Mäuse aus allen Häusern hervorgekrochen und sammelten sich um ihn herum. Als er nun meinte, es wäre keine zurückgeblieben, ging er aus der Stadt hinaus in die Weser; der ganze Haufen folgte ihm nach, stürzte ins Wasser und ertrank. Als aber die Bürger sich von einer Plage befreit sahen, reute sie der versprochene Lohn, und sie verweigerten ihn dem Mann, so dass dieser verbittert wegging.

 

Am 26. Juni kehrte er jedoch zurück in Gestalt eines Jägers, erschrecklichen Angesichts, mit einem roten, wunderlichen Hut und ließ, während alle Welt in der Kirche versammelt war, seine Pfeife abermals in den Gassen ertönen.

 

Alsbald kamen diesmal nicht Ratten und Mäuse, sondern Kinder, Knaben und Mägdlein vom vierten Jahre an in großer Anzahl gelaufen. Diese führte er, immer spielend, zum Ostertore hinaus in einen Berg, wo er mit ihnen verschwand. Nur zwei Kinder kehrten zurück, weil sie sich verspätet hatten; von ihnen war aber das eine blind, so dass es den Ort nicht zeigen konnte, das andere stumm, so dass es nicht erzählen konnte. Ein Knäblein war umgekehrt, seinen Rock zu holen und so dem Unglück entgangen. Einige sagten, die Kinder seien in eine Höhle geführt worden und in Siebenbürgen wieder herausgekommen. Es waren ganze 130 Kinder verloren.

 

 

 

 

Eierlikör-Kokos-Kugeln

 

200 g hochwertige weiße Schokolade
75 ml Eierlikör
100 g Kokosflocken
60 g Butter
1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker

 

Die Butter 2 Stunden vorher herauslegen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Die Schokolade fein hacken und im Wasserbad bei niedriger Temperatur schmelzen. Die weiche Butter in eine Rührschüssel geben und mit einem Handrührgerät schaumig schlagen. Die flüssige Schokolade zusammen mit dem Eierlikör und der Bourbon-Vanille zugeben. Alles vorsichtig unterrühren. Die Hälfte der Kokosflocken zugeben und kurz unterschlagen. Die Eierlikör-Kokos-Masse eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Die restlichen Kokosflocken auf einen Teller geben. Mit Hilfe eines Teelöffels einzelne Portionen von der Eierlikör-Kokos-Masse abstechen und pralinengroße Kugeln daraus formen. Die Kugeln in den Kokosflocken wälzen. Tipp: Die Kugeln in kleine Pralinenförmchen geben und kühl aufbewahren. Eierlikör-Kokos-Kugeln möglichst frisch verzehren.

 

 

 

 

Im Jahre 1771 entstand folgendes Gedicht, während Goethes Straßburger Zeit. Es gehört zur Reihe der Sesenheimer Lieder, in denen Goethe seiner Liebe zu der Sesenheimer Pfarrerstochter Friederike Brion Ausdruck verleiht.

Mailied

Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch

 

Und Freud' und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd', o Sonne!
O Glück, o Lust!

 

O Lieb', o Liebe!
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn!

 

Du segnest herrlich
Das frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt.

 

O Mädchen, Mädchen,
Wie lieb' ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!

 

So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmelsduft,

 

Wie ich dich liebe
Mit warmem Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud' und Mut

 

Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst.
Sei ewig glücklich,
Wie du mich liebst!

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

 

Aus unserer Bierzeitung.

Anno 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

              Pfingstsamstag wird die nächste Türe geöffnet

 

              

 

aktualisiert im Oktober 2018 | crefelder-geschichte[aet]t-online.de