Fruohe Uostere

 

Unser Ostersonntag wird festgemacht vom Frühlingsvollmond, wobei der 21te März als Frühlingsanfang festgelegt ist - anders berechnet wird als im jüdischen Kalender.

 

 

   

     

Die weit verbreitete Annahme, Ostern beziehe sich auf die germanische Frühlingsgöttin Ostara, ist nicht bewiesen. Vielmehr steht dahinter die landläufige Vorstellung, Ostern müsse eine heidnische Entsprechung haben und sich auf eine solche Figur zurückführen lassen. So ist zu bezweifeln, dass das germanische Frühlingsfest Ostarum, welches vor der Christianisierung der germanischen Volksstämme gefeiert wurde und in dessen Zentrum die Frühlingsgöttin stand, zur Erklärung von Ostern tauglich ist.

 

 

 

 

Ostern und das Osterfest werden z.B. auf Postkarten häufig als Aufbruch der Natur aus dem "Winterschlaf" gefeiert. Als Motiv dienen Kinder, Lämmer, Küken und Eier, Frühlingslandschaft und Frühlingsblumen, ganz besonders auch Palmkätzchen. Der Osterhase kann als Fruchtbarkeitssymbol gesehen werden - gerne im Zusammenhang mit den dargestellten Eiern. Junge Mädchen und Kinder galten als Träger des Glücks und der Hoffnung. Während der Zeit des Ersten Weltkrieges wurden die Kinder von uniformierten Soldaten als Symbol abgelöst, auch ein militärisches Auftreten des Osterhasens war üblich. Auf den religiösen Osterpostkarten finden sich an Motiven: die Auferstehung Jesu Christi aus dem Grab, Christus als Hirte und das Lamm Gottes (Agnus Dei).

 

 

 

Die Geschichte unseres Osterfestes ist so alt wie der christliche Glauben. Denn an diesem Hochfest der Kirche feiern zahlreiche Gläubige auf der ganzen Welt die Auferstehung Jesu Christi vom Tod. Die Theologen sind sich darüber einig, dass dieses Fest einen höheren Stellenwert als etwa das Weihnachtsfest hat, da Ostern die Freude über den Sieg sowie über die Verdammnis des Todes aufzeigt. Das Osterfest wird seit urchristlicher Überlieferung am dritten Tage des Todes Jesu gefeiert.


 

Die österliche Festzeit beginnt bereits mit der Osternacht, in der das Osterfeuer geweiht und die Osterkerze entzündet wird. Die Lichtsymbolik ist von größter Bedeutung, denn Christus selbst ist das Licht der Welt, das mit der Osterkerze in die Kirche hineingetragen wird. Bei der Weihe der Kerze in der Osternacht ritzt der Priester ein Kreuz in die Kerze. Über dem Längsbalken befindet sich der erste Buchstabe des griechischen Alphabets, Alpha, darunter der letzte Buchstabe, das Omega. Symbolisch bedeutet es, dass Christus der Anfang und das Ende ist. In den vier Feldern zwischen dem Kreuz steht die Jahreszahl des laufenden Jahres, damit soll angedeutet werden, dass mit Ostern früher ein neues Jahr begann. Das Beten und Wachehalten in der Osternacht erinnert an die biblische Ölbergszene, als Jesus seine Jünger vergeblich bat, für ihn zu beten.

Am Ostermorgen selbst wird das Hochfest der Auferstehung des Herrn gefeiert: Im Johannes-Evangelium 20, 1-9 der zentralen Botschaft des christlichen Glaubens wird berichtet, wie zuerst Maria Magdalena frühmorgens zum Grab kommt, um ihrer Trauer Ausdruck zu geben. Sie findet das Grab leer. Sie berichtet Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, davon. Die zwei Apostel eilen daraufhin zum Grab und gehen hinein. Wörtlich heiß es: "Er sah und glaubte ... Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste."

 

Bedauerlich, das mit unseren christlichen Feiertagen heute vorwiegend die kommerziellen Facetten verbunden werden. So ist Ostern zwar mit den niedlichen Osterhasen verbunden, aber dies sind nur reizende Bräuche die sich im Laufe der Jahrhunderte eingebürgert haben und die so vielseitig sind, wie die gläubigen Menschen auf der gesamten Erde. Im Vordergrund dominiert jedoch seit jeher der christliche Glauben, und daher wird an Ostern die Opferung Jesus zu Gunsten der Erlösung der Menschen sowie auch seine Auferstehung vom Tode gefeiert.

 

Weitere Osterbräuche und -symbole

Vergessen wir jetzt nicht die christlichen Hintergründe....

trotzdem wenden wir uns zaghaft zu Küken, Ei, Hasen und Möhren

   

 

 

Der erste Ostertag

Fünf Hasen, die saßen beisammen dicht,

es machte ein jeder, ein traurig Gesicht.

Sie jammern und weinen: Die Sonn´ will nicht scheinen!

Bei so vielem Regen, wie kann man da legen, den Kindern das Ei?

O wei, o wei!

Da sagte der König: So schweigt doch ein wenig!

Lasst Weinen und Sorgen, wir legen sie morgen!

Heinrich Hoffmann

  

 

 

 

 

 

 

Lohn des Hasen
 

Ein Hase ruft zum andren Hasen,
ich mach das allmählich nicht mehr mit,
die Menschen sind so aufgeblasen,
das ist doch zum davonzurasen,
wann hörn sie endlich auf damit.

Sie denken, wir könn Eier legen,
versuchen dazu anzuregen,
doch können wir sie nicht mal verstecken,
das wollenn die Leute auch nicht checken,

man kann sie nicht dazu bewegen.

Wir wollen sie in dem Glauben lassen,
bevor sie uns erst richtig hassen,
denn ob wir legen oder nicht,
wir landen doch als Hauptgericht,
und werden diese Welt verlassen.

Denn Undank ist der Welten Lohn,
drum plaudere ich ganz ohne Hohn,
und könntest du auch Eier legen,
es lohnt sich gar nicht aufzuregen,
die Pfanne wär dein letzter Lohn.

 

 

  

Ist’s an Ostern lau und warm,

frisst dich die Verwandtschaft arm

Ist’s an Osten warm und heiter

geht die Fresserei gleich weiter

Drum liebe Hausfrau hör die Moral von der Geschicht:

Vergiss beim Einkauf Schappi nicht.

Denn im Falle eines Falles

frisst die Verwandtschaft einfach alles. 

 

 

 

Der Hase und der Igel

Ein Märchen, gesammelt von den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm

 

Es war an einem Sonntagmorgen im Herbst, gerade als der Buchweizen blühte. Die Sonne war am Himmel aufgegangen, und der Wind strich warm über die Stoppeln, die Lerchen sangen hoch in der Luft, und die Bienen summten im Buchweizen. Die Leute gingen in ihrem Sonntagsstaat zur Kirche, und alle Geschöpfe waren vergnügt, auch der Igel.

Er stand vor seiner Tür, hatte die Arme verschränkt, er guckte in den Morgenwind hinaus und trällerte ein kleines Liedchen vor sich hin, so gut und so schlecht wie am Sonntagmorgen ein Igel eben zu singen pflegt. Während er nun so vor sich hinsang, fiel ihm plötzlich ein, er könnte doch, während seine Frau die Kinder wusch und ankleidete, ein bisschen im Feld spazieren gehen und nachsehen, wie die Steckrüben standen. Die Steckrüben waren ganz nah bei seinem Haus, und er pflegte sie mit seiner Familie zu essen, darum sah er sie auch als die seinigen an.


Gedacht, getan. Er schloss die Haustür hinter sich und schlug den Weg zum Feld ein. Er war noch nicht sehr weit und wollte gerade um den Schlehenbusch herum, der vor dem Feld stand, als er den Hasen erblickte, der in ähnlichen Geschäften ausgegangen war, nämlich um seinen Kohl zu besehen. Als der Igel den Hasen sah, wünschte er ihm freundlich einen guten Morgen. Der Hase aber, der auf seine Weise ein vornehmer Herr war und grausam hochfahrend noch dazu, antwortete gar nicht auf des Igels Gruß, sondern sagte mit höhnischer Miene: „Wie kommt es, dass du hier schon so am frühen Morgen im Feld herumläufst?“ - „Ich gehe spazieren“, sagte der Igel. - „Spazieren?“ lachte der Hase. „Du könntest deine Beine schon zu besseren Dingen gebrauchen.“


Diese Antwort verdross den Igel sehr. Alles kann er vertragen, aber auf seine Beine lässt er nichts kommen, gerade weil sie von Natur aus krumm sind. - „Du bildest dir wohl ein, du könntest mit deinen Beinen mehr ausrichten?“ sagte er. - „Das will ich meinen“, sagte der Hase. „Nun, das kommt auf einen Versuch an“, meinte der Igel. „Ich wette, wenn wir um die Wette laufen, ich laufe schneller als du.“ - „Du - mit deinen krummen Beinen?“ sagte der Hase. „Das ist ja zum Lachen. Aber wenn du so große Lust hast - was gilt die Wette?“ - „Einen Golddukaten und eine Flasche Wein“, sagte der Igel.


„Angenommen“, sagte der Hase, „schlag ein, und dann kann es gleich losgehen.“ „Nein, so große Eile hat es nicht“, meinte der Igel, „ich hab' noch gar nichts gegessen; erst will ich nach Hause gehen und ein bisschen was frühstücken. In einer Stunde bin ich wieder hier.“ Damit ging er, und der Hase war es zufrieden. Unterwegs aber dachte der Igel bei sich: „Der Hase verlässt sich auf seine langen Beine, aber ich will ihn schon kriegen. Er ist zwar ein vornehmer Herr, aber doch ein dummer Kerl, und das soll er bezahlen.“


Als er nun nach Hause kam, sagte er zu seiner Frau: „Frau, zieh dich rasch an, du musst mit mir ins Feld hinaus.“ „Was gibt es denn so dringendes?“ fragte die Frau. „Ich habe mit dem Hasen um einen Golddukaten und eine Flasche Wein gewettet, dass ich mit ihm um die Wette laufen will. Und da sollst du dabei sein.“ „O mein Gott, Mann“, begann die Frau loszuschreien, „hast du denn ganz den Verstand verloren? Wie willst du mit dem Hasen um die Wette laufen?“ „Halt den Mund, Frau“, sagte der Igel, „das ist meine Sache. Misch dich nicht in Männergeschäfte! Los, zieh dich an und komm mit!“ Was sollte also die Frau des Igels tun? Sie musste gehorchen, ob sie wollte oder nicht. Als sie miteinander unterwegs waren, sprach der Igel zu seiner Frau: „Nun pass auf, was ich dir sage. Dort auf dem langen Acker will ich unseren Wettlauf machen. Der Hase läuft in einer Furche, und ich in der anderen, und dort oben fangen wir an. Du hast nun weiter nichts zu tun, als dass du dich hier unten in die Furche stellst, und wenn der Hase in seiner Furche daherkommt, so rufst du ihm entgegen: „Ich bin schon da!“


So kamen sie zu dem Acker, der Igel wies seiner Frau ihren Platz an und ging den Acker hinauf. Als er oben ankam, war der Hase schon da. „Kann es losgehen?“ fragte er. „Jawohl“, erwiderte der Igel. „Dann los.“ Damit stellte sich jeder in seine Furche. Der Hase zählte: „Eins, zwei, drei“, und los ging er wie ein Sturmwind den Acker hinunter. Der Igel aber lief nur etwa drei Schritte, dann duckte er sich in die Furche hinein und blieb ruhig sitzen. Und als der Hase im vollen Lauf am Ziel unten am Acker ankam, rief ihm die Frau des Igels entgegen: „Ich bin schon da!“ Der Hase war nicht wenig erstaunt, glaubte er doch nichts anderes, als dass er den Igel selbst vor sich hatte. Bekanntlich sieht die Frau Igel genauso aus wie ihr Mann. „Das geht nicht mit rechten Dingen zu“, rief er. „Noch einmal gelaufen, in die andere Richtung!“ Und fort ging es wieder wie der Sturmwind, dass ihm die Ohren am Kopf flogen. Die Frau des Igels aber blieb ruhig an ihrem Platz sitzen, und als der Hase oben ankam, rief ihm der Herr Igel entgegen: „Ich bin schon da!“ Der Hase war ganz außer sich vor Ärger und schrie: „Noch einmal gelaufen, noch einmal herum!“


„Meinetwegen“, gab der Igel zurück. „Sooft du Lust hast.“ So lief der Hase dreiundneunzigmal, und der Igel hielt immer mit. Und jedes Mal, wenn der Hase oben oder unten am Ziel ankam, sagten der Igel oder seine Frau: „Ich bin schon da.“


Beim vierundneunzigsten Mal aber kam der Hase nicht mehr ans Ziel. Mitten auf dem Acker fiel er zu Boden. Er war viel zu erschöpft zum weiterlaufen. Der Igel aber nahm seinen gewonnenen Golddukaten und die Flasche Wein, holte seine Frau von ihrem Platz am Ende der Furche, und vergnügt gingen beide nach Hause. Der Hase aber hatte seine Lektion gelernt: Nie wieder unterschätzte er ein Tier, nur weil dieses ihm unterlegen schien.

 

   

 

 

 

 

Ein Ostergedicht

von Heinz Erhardt

 

Wer ahnte, daß zum Weihnachtsfest

Cornelia mich sitzen lässt?

Das war noch nichts: zu Ostern jetzt

hat sie mich abermals versetzt!

Nun freu ich mich auf Pfingsten –

nicht im geringsten!

 

 

  

Wie Eberhardt und die Schweinebande

das Osterfest retteten

nach einer Geschichte von Elfi Saupe

 

Ostern stand vor der Tür und Gabriel Lampe hatte wirklich kein Ohr für das Gegacker im Hühnerstall. Aber es war so ohrenbetäubend, dass er sich beim besten Willen nicht konzentrieren konnte. Also ging er seufzend zum Stall.

 

Wilhelmine, das Oberhuhn, kam ihm bereits aufgeregt entgegen. "Da produzieren wir ein Ei nach dem anderen, legen Sonderschichten ein, um pünktlich zum Fest zu liefern - und, was ist? Die Eiermaler kommen nicht! Typisch!! Auf diese Wald- und Wiesenkräfte ist eben kein Verlass!" gackerte sie ihm empört entgegen. Gabriel Lampe kratzte sich hinter dem Ohr, er war ein wenig ratlos. Wilhelmine hatte nicht Unrecht. Seine Saisonkräfte - die Eichhörnchen - hatten ihn versetzt. Da Ostern in diesem Jahr recht früh kam, hatte er rechtzeitig Boten in die Wälder geschickt, um die Eichhörnchen zu engagieren - aber anscheinend hatte es nichts genützt. Morgen war Ostern, alle Eier unbemalt und kein Eichhörnchen in Sicht. Er wusste selber, dass es ziemlich eng wurde, mit der Zeit.  

 

Die Hühner im Stall steigerten sich in ein wahres Gacker-Konzert und ließen sich kaum noch beschwichtigen. "Skandal!" "Das war das letzte Mal, dass wir uns so beeilen!" - tönte es aus vielen Schnäbeln von den Stangen. Lampe ging wieder zurück in seinen Bau und wälzte seine Unterlagen. Es mussten weit über 6000 Eier bemalt und danach noch auf Körbe verteilt werden, damit die Hasen sie in die Gärten und Wohnungen der Menschen bringen konnten. Es war nicht zu schaffen ohne fremde Hilfe, das stand fest und von den Hühnern konnten die Hasen mittlerweile kaum noch auf Unterstützung hoffen. Meister Lampe zerbrach sich seinen Kopf und überlegte hin und her, doch es wollte ihm keine Lösung einfallen.  

 

"Hey, was blickst Du so trübsinnig, Meister Lampe?" fragte Schwein Eberhardt und schaute neugierig zu ihm in den Bau. "Wir schaffen es dieses Jahr nicht", seufzte Lampe und schaute seinen Freund traurig an. "Es ist das erste Mal seit vielen Jahren, dass wir den Menschen zu Ostern keine bemalten Eier schenken können! Die Eichhörnchen haben uns im Stich gelassen und alleine schaffen wir es nicht, rechtzeitig all die Eier zu bemalen!" "Schade", grunzte Eberhardt "das tut mir echt leid", und trottete ungerührt wieder davon. Er war ein gutmütiger Kerl, jedoch ein wenig schwerfällig. "Ich muss wieder - hab noch ein wenig im Garten zu tun...", ergänzte er und ließ Lampe mit seinen Sorgen allein. "Ja, ja, geh nur - ich muss sowieso nachdenken", rief Lampe und blickte seinem Freund versonnen hinterher. Er sah Eberhardt nach, der gemächlich Richtung Weide wackelte, wo seine Herde wartete.

Insgesamt waren 17 Schweine auf dem Hof und gerade im Frühjahr genossen sie es, mit ihren Rüsselnasen den Boden durchzupflügen. Dabei waren sie sehr sensibel mit ihren Nasen und spürten Nahrung und Pflanzen auf.

"EBERHARDT!!!" rief Lampe hinter seinem Freund her - plötzlich schoss ihm eine Idee durch den Kopf: "DU musst mir helfen! Bleib stehen!" Bevor Eberhardt reagierte und sich umgedreht hatte, war Lampe schon bei ihm. Der Eber schaute ihn gleichmütig an, wobei ihm seine langen Ohren bis über die Augen schlabberten - aber das bemerkte er gar nicht. "Du musst die Eier bemalen! Du und Deine Freunde! Bitte, ihr müsst mir helfen!" "Wie sollen wir denn die Eier bemalen? Wir können doch gar nicht malen!", erwiderte Eberhardt und steckte schon seine Nase in den frischen Mutterboden. Aber Lampe hoppelte eiligst hinter dem mächtigen Schwein her "Eberhardt, warte! Du und deine Freunde - ihr müsst mir helfen! Ihr suhlt Euch doch gerne im Schlamm, oder?" "Jaa, das ist wunderbar!" schwärmte Eberhard, "Siehst Du, das habe ich mir gedacht! Da wäre es bestimmt auch schön, wenn ihr Euch in unseren Farbbottichen suhlt und dabei gleichzeitig die Ostereier färbt, oder?" "Das wäre mal eine ganz neue Erfahrung - warum nicht?" nickte Eberhardt zustimmend.

Die beiden waren sich sofort einig und machten sich auf den Weg, um den Rest der Schweinebande für die Idee zu begeistern. Im Schweinestall angekommen erklärte Meister Lampe den Plan und alle Schweine, angefangen von der kleinen Susie, bis hin zum alten Herbert, waren Feuer und Flamme. So machten sich alle auf, um das Werk zu beginnen.

Im Wald hatten die Hasen schon die Farbbottiche zum Bemalen der Eier geöffnet und rührten die Farben, um eine schön gleichmäßige Masse zu bekommen. "Dann frisch ans Werk!" Meister Lampe war optimistisch, dass aus den weißen Hühnereiern bald bunte Ostereier würden. Eberhardt gab das Kommando und die ganze Herde machte sich daran, die Farbbottiche zu erobern. Mit ihren Schweineschnauzen schoben sie immer fünf bis zehn Eier quer durch die Farbe und ließen sie an der anderen Seite sanft ins Gras fallen. Dort holten die eifrigen Hasen sie schnell ab und sortierten sie in die einzelnen Kiepen. "Man, Das klappt ja wunderbar!" freute sich Lampe, der das Geschehen mit wachem Blick verfolgte. Eberhardt und seine Freunde waren mit Eifer bei der Sache und hatten Riesenspaß, ihre Rüssel mit den Eiern vor sich her durch die Farbbottiche zu schieben. Den ganzen Nachmittag waren sie dabei und am frühen Abend gab es kein einziges weißes Ei mehr.

Erschöpft, aber glücklich, trottete die Schweinebande zurück in den Stall. Für heute hatten sie genug. Als sie den Hof erreichten, schlichen sie müde in ihre Ställe und legten sich gleich zum Schlafen ins Heu. Am nächsten Morgen war Ostern. Der Bauer machte wie immer seine Runde und als er in den Schweinestall kam, staunte er nicht schlecht, denn im Heu entdeckte er riesige Ostereier, in allen Farben des Regenbogens. Erst beim näheren Hinsehen erkannte er, dass es seine Schweine waren, die da so bunt und erschöpft im Heu schnarchten. Doch warum seine Schweine plötzlich alle farbig waren, verstand der Bauer nicht - das blieb ein Geheimnis der Tiere.

 

 

  

 

Fritz Koch-Gotha (1877-1956) 

<<<*machmalklick

 

      

 
Kinder", spricht die Mutter Hase,
"putzt euch noch einmal die Nase
mit dem Kohlblatt-Taschentuch.
nehmt nun Tafel, Stift und Buch,
tunkt auch eure Schwämmchen ein!
Sind die Pfötchen rein?"
"Ja!" - "Nun marsch, zur Schule gehn!"
"Mütterchen auf Wiedersehn!"
 

Seht, wie ihre Augen strahlen,
wenn sie lernen Eier malen.
Jedes Häslein nimmt gewandt,
einen Pinsel in die Hand,
färbt die Eier, weiss und rund,
mit den schönsten Farben bunt.
Wer's nicht kann, der darf auf Erden
nie ein Osterhase werden.

  

 

 

 

Ein Osterlamm backen 

 

Zutaten:

100 g Butter

100 g Zucker

1 Pck. Vanillezucker

1 Prise Salz

2 Eier

60 g Mehl

1,5 TL Backpulver

60 g Speisestärke

60 g gemahlene Mandeln

1 EL Rum

1 EL Puderzucker


1. Rührteig herstellen

Ofen auf 180° C Grad Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft 160° C). Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz geschmeidig rühren, Eier nach und nach zugeben. Rühren, bis die Masse schön schaumig ist. Mehl sieben, mit Backpulver und Speisestärke vermischen. Zusammen mit Mandeln unter die Zucker-Eier-Masse rühren. Rum zugeben. Wer es fruchtiger möchte, kann Rum und Vanillezucker durch abgeriebene Zitronenschale und Zitronensaft ersetzen.

 

2. Form einfetten und mehlen

Form (soweit noch nicht geschehen) auseinander nehmen und gut mit Butter oder Margarine einfetten. Wenn die Form gut eingefettet ist, diese mit Mehl oder Semmelbröseln einstäuben. Dies ist vor allem wichtig, damit sich das Osterlamm gut aus der Form lösen löst und auch filigranere Teile, wie der Kopf, nicht abbrechen.

 

3. Osterlamm backen

Die Form wieder zusammenklammern, Osterlammform auf den Kopf stellen, dann den Teig einfüllen. Er sollte schwer reißend vom Löffel fallen, so dass er sich in der ganzen Form verteilt. Das Osterlamm im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten backen.

 

4. Osterlamm mit Puderzucker bestäuben

Osterlamm aus dem Ofen holen. Leicht abkühlen lassen, dann die Klammern entfernen und die Form vorsichtig ablösen. Die Unterseite des Osterlamms wenn nötig, etwas beschneiden, so dass eine gerade Standfläche entsteht. Das Osterlamm mit Puderzucker bestäuben. Wer will, kann mit ein wenig Zuckerguss noch Rosinen als Augen aufkleben.

  

 

 

Festtagswunsch zur Osterzeit

ist Sonne, Frühling, Heiterkeit!

 

 

  

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche. Durch des Frühlings holden, belebenden Blick; Im Tale grünet Hoffnungsglück; Der alte Winter, in seiner Schwäche, zog sich in rauhe Berge zurück. Von dorther sendet er, fliehend, nur Ohnmächtige Schauer kornigen Eises. In Streifen über die grünende Flur; Aber die Sonne duldet kein Weißes. Überall regt sich Bildung und Streben. Alles will sie mit Farben beleben; Doch an Blumen fehlt's im Revier. Sie nimmt geputzte Menschen dafür. Kehre dich um, von diesen Höhen. Nach der Stadt zurückzusehen. Aus dem hohlen finstern Tor dringt ein buntes Gewimmel hervor. Jeder sonnt sich heute so gern. Sie feiern die Auferstehung des Herrn. Denn sie sind selber auferstanden. Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern. Aus Handwerks- und Gewerbesbanden. Aus dem Druck von Giebeln und Dächern. Aus der Straßen quetschender Enge. Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht sind sie alle ans Licht gebracht. Sieh nur, sieh! Wie behend sich die Menge durch die Gärten und Felder zerschlägt. Wie der Fluß, in Breit und Länge so manchen lustigen Nachen bewegt und bis zum Sinken überladen entfernt sich dieser letzte Kahn. Selbst von des Berges fernen Pfaden blinken uns farbige Kleider an. Ich höre schon des Dorfs Getümmel, hier ist des Volkes wahrer Himmel. Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!

 

 

  

Henne oder Ei?
Die Gelehrten und die Pfaffen
streiten sich mit viel Geschrei,
was hat Gott zuerst erschaffen -
wohl die Henne, wohl das Ei!
Wäre das so schwer zu lösen -
erstlich ward ein Ei erdacht,
doch weil noch kein Huhn gewesen -
darum hat´s der Has` gebracht!

Eduard Mörike

 

Das Osterei

Hei, juchhei! Kommt herbei !
Suchen wir das Osterei !
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort !

Ist es noch so gut versteckt,
endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei ! Dort ein Ei !
Bald sind's zwei und drei !

Wer nicht blind, der gewinnt
einen schönen Fund geschwind.
Eier blau, rot und grau
kommen bald zur Schau.

Und ich sag's, es bleibt dabei,
gern such ich ein Osterei :
Zu gering ist kein Ding,
selbst kein Pfifferling.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

 

 

....klick hier auf den Zeitungsartikel....

  

 

 

 

 

 

   

  

Wir wünschen ein schönes Osterfest, mit einem bunten Osternest 

 

und Vorsicht vor dem Geier denn der klaut euch die Eier. 

 

Dann habt ihr kein Osternest mit dem sich´s überraschen lässt. 

 

Also schnell hinaus und kuckt geschwind wo eure Osternester sind.

 

 

 

In diesem Sinne - ein frohes Osterfest.

 

 

  

 

 

 

 

 

  

 

 

  

Ostermarsch 1960

 

 

 

              

 

  

 

 

 

Die österliche Freudenzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten.

 

aktualisiert im September 2018 | boehm[aet]kr-uerdingen.de