Büttenreden, Kamelle und Kostüme – der Karneval ist eines der traditionsreichsten Feste Deutschlands. Nicht umsonst wurde der Karneval im Jahre 2015 zum Kulturerbe der UNESCO erklärt. Es gibt es viele Erklärungen für die Entstehung des Karnevals. Die Kostüme sind wohl das beliebteste Element des Karnevals-Festes. Sie erlauben uns, für kurze Zeit in eine andere Rolle zu schlüpfen und dem Alltag zu entfliehen. Ursprünglich dienten sie aber einem ganz anderen Zweck: Sie waren ein Bestandteil des Frühlingsfestes der Germanen. Um die unliebsamen Winter-Geister zu verschrecken und so die kalte Jahreszeit zu vertrieben, setzten die Germanen auf große Feuer, jede Menge Lärm – und gruselige Kostüme!

 

"Manche Frauen trugen nichts als Flitter.
Andre Frauen waren in Trikots.
Ein Fabrikdirektor kam als Ritter.
Und der Helm war ihm zwei Kopf zu groß."

(Aus: Erich Kästner, "Maskenball im Hochgebirge")

 

 

 

Zuckersüße Erinnerungen - nicht nur zum Karneval.

 

  

 

Kein Fleisch und kein Alkohol: Nach Karneval beginnt die Fastenzeit. Obwohl der religiöse Grundgedanke immer weiter in Vergessenheit gerät, nutzen wir die sechs Wochen zwischen Aschermittwoch und Karsamstag immer noch als Anlass für einen Verzicht. Ursprünglich wurde die Fastenzeit allerdings vom Vatikan eingeführt, um die Menschen spirituell auf das Osterfest vorzubereiten. Besonders Fleisch war in dieser Zeit Tabu. Aus diesem Grund findet sich die Herkunft des Wortes Karneval auch im Lateinischen: Es setzt sich zusammen aus den Worten Carne (Fleisch) und vale (lebe wohl). Das Wort Karneval ist also der traurige Abschiedsgruß, mit dem die Fastenzeit eingeläutet wird: Fleisch, lebe wohl!

 

           Foto: Klaus Peter Noever

 

Seit 156 Jahren wird in Krefeld Karneval gefeiert. Die Rheinische Post hat die schönsten Bilder seit 1901 zusammengestellt. Dr. Günther Voss wurde im Jahr 1951 zum Krefelder Zoodirektor ernannt. Mit ihm zogen auch viele exotische Tiere in den Zoo ein. Als er 1959 als Zoodirektor nach Winnipeg (Kanada) berufen wurde, waren wohl viele Krefelder der Meinung: „Der Voss hat seine Schuldigkeit getan...“.

 

 

                                            Foto: Stadtarchiv Krefeld

 

Die Büttenreden, wie wir sie heute kennen, gab es schon im Mittelalter. Obrigkeiten und Autoritäten durch den Kakao ziehen – das konnte damals schwere Konsequenzen haben. Die einzige Ausnahme war die Karnevalszeit, in der das Rügerecht galt. Dann durfte frei gesprochen – und gespottet – werden.

 

 

                                                           Foto: Klaus Peter Noever

 

Kalte Finger?? TIPP für Zuschauer am Strassenrand:

 

Taschenwärmer im 4erSet Handwärmer Heizpad Firebag
Smileys in 4 trendigen Farben - pro Set ab 4,99 Euro 

....mit einem Knick wird's warm in ihrer Jacken- oder Hosentasche

 

 

schneller Hefeteig für hungerige Jecken

Zutaten für zwei Pizzen
300 g Mehl

1 Esslöffel Backpulver

1/4 Teelöffel Salz

240 ml Milch

60 g Butter

 

 

                                                                                 Foto: Wolfgang Johann Kruse

Ein Bild vom Karnevalszug am Inrath 1952

  

 

                                    Foto: Wolfgang Johann Kruse

Dieser Wagen thematisierte die Brauerei Tivoli an der Hülser Straße

 

   

Prinz Jakob I. (Odenthal)
Prinzessin Lotte (Gerlach)

 

1938

 

 

2. Weltkrieg und Nachfolgezeit

 

von 1940 - 1948 regierten in Krefeld keine Prinzenpaare

 

 

       

 Karnevalstreiben im Fischelner Bahnhöffken

 

Straßenkarneval Jägerstrasse 1964

im Hintergrund der kleine Laden von Frau Müller

 

"die Betretene" 1967

 

die "Panzerknacker" von der Flotte 1986

 

1988

 

   

 

 

       

 

 

   

 

 

Karneval

 

Als Kind hab ich mich gern maskiert
mir Farbe ins Gesicht geschmiert.
Das ist schon viele Jahre her
heute brauch ich das nicht mehr.

Bei Maskenbällen und Faschingszügen
da suchen die Menschen ihr Vergnügen.
Es wird geschunkelt und gelacht
und ne Menge Spaß gemacht.

Manche saufen sich auch zu
und lassen andere nicht in Ruh.
Bei Helau und bei Alaaf
wird zum Wolf so manches Schaf.

Maskenbälle werd‘ ich meiden
ich werde mich auch nicht verkleiden.
Kommt mir gar nicht in den Sinn
ich werde bleiben wie ich bin.

Auf Kommando quietschvergnügt
das ist etwas was mir nicht liegt.
Wünsch jedem Narr auf alle Fälle
ne Menge Spaß und viel Kamelle!


(c) Heike Diehl

 

 

Luisenstrasse 

 

Ostwall - Rheinstrasse

Foto von Dagmar Zimmer

  

ein Biss, ein Scan.... nächster Biss, neuer Scan.... war echt lecker!

 

  

   

 

 

   

Karneval auf der Diessemer-Strasse

Fotos von Dagmar Esser

   

Dass die Krefelder feiern können, das zeigt ein wahrer Schatz, auf den Mitarbeiter des Krefelder Presseamts gestoßen sind: drei alte Filmrollen. Darauf sind Bilder des ersten Karnevalszuges nach dem Zweiten Weltkrieg, aus dem Jahr 1950:

  

 

Im Stadtarchiv Krefeld sind erstmals drei 16-Millimeter-Stummfilme vom Karneval und Rosenmontagszug 1950 vorgestellt worden. Bei den Filmen von jeweils 15 bis 20 Minuten Dauer handelt es sich wohl um die einzigen bewegten Aufnahmen des ersten Zugs nach dem Zweiten Weltkrieg in der Samt- und Seidenstadt.

 

 

 

Der zweite Film konzentriert sich gänzlich auf Sitzungen verschiedener Gesellschaften und weitere Veranstaltungen wie dem Prinzenbesuch in der Pavillon-Bar. Der dritte Film beinhaltet Szenen von der Hochstraße: Auch dort feiern unzählige Krefelder den närrischen Lindwurm. Besonderer Ansturm herrschte bei der Ankunft des Prinzenwagens. Mehrere Male fängt der Kameramann auch den Turm der Alten Kirche zusammen mit der Turmspitze von St. Dionysius ein. Gut ein Jahr später fiel der Turm der Alten Kirche, der durch Bomben im Zweiten Weltkrieg beschädigt worden war, in sich zusammen.

   

 

Kinderschokoladen-Likör

250g Kinderschokolade

250ml Milch

250ml Sahne

200ml Wodka

  50ml Zucker

 

 

 

 

Das wird auch in diesem Jahr eine super Sause.

Ben Buch auch 2018 wieder als Pirat?

In der Mediothek ist es an Altweiber hoch her gegangen.

 

hier zwei Fotos von 2012

ich liebe diese Mütze auf dem Kopf von Martin

 

   

 

www.mediothek-krefeld.de

 

 

 

schminken - klick den clown

 

 

das nächste Jahrestürchen wird am Aschermittwoch

für die Fastenzeit geöffnet

.....und in diesem Jahr  zur gleichen Zeit

für den Valentins-Tag

 

 

Konfetti zum Basteln

 

 

Drei Ausfälle des Karnevalzuges in jüngster Zeit:

 

1990
Hans-Werner I. Jansen und Hannelore II. Jansen
Motto: Fucki on kin Sorge bös Aschermittwochmorge
Rosenmontag: 26. Februar (Orkan Vivian)

 

1991
Helmut III. Machost und Uschi II. Machost
Motto: Ma jönnt sech ja sons nix
Rosenmontag: 11. Februar (Golfkrieg)

 

2016
„Olli" I. Trootz und „Danny" I. Dörkes
Motto: Fastelo-evend - Spass satt
Rosenmontag: 08. Februar (Orkantief Ruzica)

 

 

 

Bei Bedarf am Rosenmontag einzusetzen!

 

 

 

aktualisiert im November 2018 | crefelder-geschichte[aet]t-online.de