Der 6. Januar führt zu zwei Namen im Kalender, es sind Epiphanias und Dreikönigstag. In einigen Familien wird der Weihnachtsbaum ein letztes Mal angezündet und dann geplündert. Mit dem Dreikönigstag gehen die Zwölf Nächte zu Ende, man schreibt mit Kreide die Buchstaben C+M+B an die Haustür und hofft, damit wieder für ein Jahr alles Übel fernhalten zu können. Caspar, Melchior und Balthasar, die drei Weisen aus dem Morgenland, geben den Hintergrund des Brauch.

Die drei Buchstaben für den lateinischen Segensspruch stehen für →
CHRISTUS MANSIONEM BENEDICAT -  „Christus segne dieses Haus“

Gestern waren die Sternsinger auf der Kurfürstenstrasse: 20*C+M+B+18

 

Drei Könige in der Herz-Jesu-Kirche

 

   

 

 

 

Die Dreikönigenstrasse bekam ihre Bezeichnung vor 1827 nach dem Wirtshaus "Zu den drei Königen" das sich an der Ecke zur Hochstrasse befand. Einige Krefelder meinen, die Strassenbezeichnung beziehe sich auf das Dreikönigenhaus. Das stimmt nicht - denn der Baubeginn war erst 1892 mit einem ursprünglich dreischiffigen Kirchengebäudes, das den Namen "Christuskirche" erhielt. Nach der Zerstörung der Krefelder Innenstadt während des Krieges erbaute die altkatholische Gemeinde auf den Grundstücken neben der zerstörten Pfarrkirche an der Dreikönigenstraße von 1957 bis 1959 den ersten Hauptflügel des heutigen Zentrums mit dem Namen "Erscheinung Christi"

  

   

Rechts ist an beiden Bildrändern noch die alte Christuskirche zu erkennen.

 

Die altkatholische Kirche ist um 1871 entstanden.

Katholiken, welche die Unfehlbarkeit und das Jurisdiktionsprimat des Papstes nicht mittragen konnten, wurden aus der römisch-katholischen Kirche ausgeschlossen und fanden sich zusammen.

Die altkatholische Kirche beruft sich auf die Wurzeln der katholischen Kirche. 

 

   

1957wurde der Turm

vor die Front gesetzt

 

 

Foto von 1960

auf diesem Foto ist der im Krieg erhaltene Rest der Kirche gut zu sehen

solche Ausblicke hat man nur, wenn man die Bewohner kennt,

oder wenn man sich auf der Wohnungssuche befindet.

  

Als Dreikönigenhaus werden folgende Gebäude bezeichnet:

  • Dreikönigenhaus (Trier)
  • Dreikönigenhaus (Koblenz)
  • Dreikönigenhaus (Krefeld)

Die Senioreneinrichtung Dreikönigenhaus an der gleichnamigen Straße in der Innenstadt wurde im September aufgegeben. Die Bewohner zogen größtenteils in das neue Haus am Hölschen Dyk und die Bewohner, die in der Stadt bleiben wollten, zogen in das Gerhard-Tersteegen-Haus. Nach einer umfassenden Renovierung wird die Diakonie in das zur Zeit ungenutzte Gebäude an der Dreikönigenstrasse einziehen.

 

 

   

  

Die Heiligen Drei Könige waren die Weisen aus dem Morgenland, von denen das Matthäusevangelium berichtet: "Und sie sahen das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe" Seit dem achten Jahrhundert heißen sie "Caspar, Melchior und Balthasar",  zugleich wurden sie in den Stand der Könige erhoben. Verschieden wurden im Schrifttum des Mittelalters die Namen und Geschenke gedeutet und im Buch vom Berg Athos ist die Folge Caspar, Melchior, Balthasar festgelegt.

 

   

 

Das Gold bezeichnet den einem König gebührenden Weisheitsschatz, der Weihrauch das ergebungsvolle Opfer und Gebet, die Myrrhe die reinhaltende Kraft der Selbstbeherrschung. Außer der Unterscheidung in drei Lebensalter, die sich im 12. Jahrhundert einbürgerte, trat etwa um 1300 der jüngste als Mohr auf.

 

 

  

Die Reliquien der drei Weisen aus dem Morgenland wurden ursprünglich

in Mailand aufbewahrt. Nach der Unterwerfung Mailands brachte der

Kanzler von Barbarossa die Reliquien als Geschenk nach Köln. 

    

 

       

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

"Sternsinger" von Jan Steen 17. Jahrhundert
         

 Schrein im Kölner Dom

   

 

 

 

 

 

Besuch der Hl. Könige in der Krippe von St. Cyriakus

   

 

   Noch heute weit verbreitet ist in der katholischen Kirche der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die um eine Gabe bitten und das Haus segnen, wobei die jeweilige Jahreszahl und die Initialen C + M + B an die Haustür geschrieben werden. Das Sternsingen wurde im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich vermerkt und war bald schon sehr verbreitet. Zunächst wurde ein Kreuz auf die Türen gemalt, daraus entwickelten sich der Haussegen "C + M + B", "Christus Mansionem Benedicat"

 

"Christus segne das Haus"

  

 

 

Ich liebe Schnee...

6. Dezember 18:00
Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schweben. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch – wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.


9. Dezember
Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick ! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben? Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder heraus. Was für ein tolles Leben.


12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen tollen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar hat gesagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich ! Bob sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Bob ist sehr nett – ich bin froh. dass er unser Nachbar ist.


14. Dezember
Schnee, wundervoller Schnee, 130 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20 Grad gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln wieder aufgewärmt. Das ist ein Leben ! Der Schneepflug kam heute Nachmittag wieder zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln müssen, aber so komme ich wieder in Form. Wünschte, ich würde nicht so Pusten und Schnaufen.


15. Dezember
60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verkauft und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extraschaufeln. Habe den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich – schließlich sind wir doch nicht in Alaska.


16. Dezember
Eissturm heute Morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen. als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.


17. Dezember
Immer noch weit unter Null. Die Strassen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun, als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie Recht hat ! Ich hasse es, in meinem eigenen Wohnzimmer zu erfrieren !


20. Dezember
Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht! Noch mehr zu schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. Ich glaube, dass die lügen. Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, dass die lügen. Bob sagt, dass ich schaufeln muss oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, dass er lügt.


22. Dezember
Bob hatte recht mit weißer Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30 cm von dem weißen Zeug gefallen sind und es ist so kalt. dass es bis August nicht schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen war zum Schaufeln und dann musste ich pinkeln. Als ich mich schließlich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe versucht für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem Lastwagen hat, aber er sagt, dass er zu viel zu tun hat. Ich glaube, dass er lügt.

23. Dezember
Nur 10 cm Schnee heute. Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt. Meine Frau wollte, dass ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt ? Ich habe keine Zeit – ich muss SCHAUFELN !! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt ? Sie sagt, sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.


24. Dezember
20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben worden, dass ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte, ich kriege einen Herzanfall ! Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen Haaren durch den Schnee, ich weiß genau, dass er sich hinter der Ecke versteckt und wartet, bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er mit 150 km/h die Straße runtergerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit. Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten.


25. Dezember
Frohe Weihnachten. 60 cm mehr von der …..!!! Eingeschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee ! Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, dass ich schlechte Manieren habe. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist.


26. Dezember
Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen ? Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.


27. Dezember
Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.


28. Dezember
Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit – DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT !!!


29. Dezember
Nochmal 30 Zentimeter. Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss, oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich ?


30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000 Euro Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter vorhergesagt.


31. Dezember
Habe den Rest vom Haus angesteckt. Nie mehr Schaufeln.


6. Januar
Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Warum bin ich an das Bett gefesselt ???

  

 

Schnecken aus einem Hefeteig 

wahlweise mit Rosinen- oder Nussfüllung

gesehen im WDR

Zutaten für den Hefeteig
  • 1 kg Mehl
  • 1 Würfel Hefe, ca. 42 g
  • wahlweise zwei Beutel Trockenhefe
  • ½ Liter lauwarme Milch
  • 1 Ei
  • 150 g Zucker
  • eine Prise Salz
  • 150 g Margarine
  • ein Päckchen Vanillezucker
Zutaten für die Rosinenfüllung
  • 50 g weiche Butter
  • 150 g Rosinen
  • 50 g Zucker mit etwas Zimt vermischt
Zutaten für die Nussfüllung:
  • 50 g weiche Butter
  • 50 g Zucker
  • ein Päckchen Vanillezucker
  • 125 g gehackte Haselnüsse
  • ca.100 g Marzipanrohmasse nach Geschmack
Zutaten für den Zuckerguss:
  • 150 g Puderzucker
  • heißes Wasser
  • Rumaroma nach Geschmack

Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde darin machen und Hefe hineinbröseln. Zucker, Salz, Margarineflocken und Vanillezucker dazugeben. Einen Schuss der lauwarmen Milch in die Mulde mit der Hefe gießen und zunächst die Hefebröckchen damit verrühren. Wenn die sich gut aufgelöst haben, den Rest der Milch in die Schüssel gießen. Außerdem kommt noch ein Ei hinzu. Dann alle Zutaten gut miteinander vermengen und durchkneten. Es muss sich ein geschmeidiger Teig ergeben, der nicht zu feucht ist und sich gut vom Rand der Schüssel löst. Der geknetete Teig ruht danach für etwa 20 Minuten.
Die Teigmasse in zwei gleich große Hälften teilen. Es soll ja zweierlei Füllungen geben. Für die Schnecken den Teig zu einem großen Rechteck ausrollen. Er darf nicht allzu dünn sein, etwa einen Zentimeter dick. Die Teigfläche wird zunächst mit Butter bestrichen. Dann die Zucker-Zimt-Mischung darüber streuen und die Rosinen verteilen. Der Teig wird zusammengerollt. Aus der Rolle etwa daumendicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Für die Nussschnecken die andere Hälfte der Teigmasse ebenfalls ausrollen und mit Butter bestreichen, den Zucker und die gehackten Haselnüsse darüber streuen. Die Haselnüsse können je nach Geschmack auch ersetzt werden, etwa durch Mandeln. Zum Abschluss noch Marzipanrohmasse in kleine Brösel zerpflücken und gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Dann wieder eine Rolle formen und Scheiben daraus schneiden.Je nach der Dicke der Scheiben ergibt eine Teigrolle etwa 15 bis 20 Schnecken.
Bei 200 Grad Umluft werden die Rosinenschnecken knapp 20 Minuten gebacken. Noch warm mit Zuckerguss bestreichen. Dafür Puderzucker in etwas heißem Wasser auflösen. Nach Geschmack etwas Rumaroma hinzugeben.

 

 

   

die Könige bei Herodes.....

 

   

 St. Peter in Uerdingen

 

 

 

Das Leben des Brian - Die heiligen drei Könige

*klickmaldasbild>>> 

Dreikönigstag

Was steckt hinter der Plastikfigur im Kuchen?

Alljährlich am 6. Januar ist es soweit. Alle freuen sich auf den Dreikönigskuchen und sind gespannt, wer in diesem Jahr König wird. Aber woher kommt der Brauch?

 

Wer die im Kuchen versteckte Figur findet, ist für einen Tag König. Er muss nicht abwaschen, darf länger aufbleiben oder geniesst sonstige Vorzüge zum Leidwesen eifersüchtiger Familienmitglieder oder Mitbewohner. Doch was hat es mit dem König im Kuchen auf sich?

 

In der Schweiz z.B. wurde das Dreikönigsfest in den Zünften nachweislich schon seit 1311 gefeiert. Es wurde dabei eine Bohne im Dreikönigskuchen versteckt und wer sie fand, war König für einen Tag. Andere Quellen zeigen, das der Brauch in ähnlicher Form auch in England üblich war. Im Mittelalter ging diese Tradition dann mehr und mehr verloren. Die Bäcker nahmen den alten Brauch dann aber 1952 wieder auf.

Alter Brauch

Die Ursprünge dieses Brauchs reichen aber viel weiter zurück, obwohl sie letztendlich nicht klar sind. So wurde bei den Römern anlässlich des winterlichen Saatenfestes durch das Los ein König bestimmt, dem sich für eine gewisse Zeit offenbar sogar der Kaiser unterwarf. Die Quellen besagen, dass dem römische Gott der Aussaat zu Ehren (Saturnus) damals jedes Jahr während etwa einer Woche ab dem 17. Januar mit einer grossen Feier gehuldigt wurde. Dabei wurde anlässlich eines Festes eben auch um die zeitlich befristete Königswürde gewürfelt, die offenbar auch dem ärmeren Volk offen stand. Der Brauch der Römer verschmolz mit der Zeit dann mit verschiedenen anderen bestehenden Bräuchen in West- und Mitteleuropa. Auch vom nordischen Brauchtum her ist denn bekannt, dass das Los jeweils einen Herrscher auf Zeit bestimmte und dass spezielle Kuchen mit eingebackenen Bohnen eine Rolle im Zusammenhang mit den Wünschen der Menschen spielten.

Manches ist falsch

"Heilige Drei Könige": diese Benennung ist nicht ganz richtig. Ob die Männer heilig waren, sagt die Bibel nicht. Ob es deren drei waren weiss man auch nicht. Könige waren sie ganz bestimmt nicht, denn dies wäre mit Sicherheit in der Bibel erwähnt worden. Doch woher kommt diese Verfälschung? Wie leider so oft in der knapp 2000 Jahre alten christlichen Traditionsgeschichte wurden Tatsachen aus der Bibel dem Zeitgeist, schon vorhandenem Brauchtum, oder der Willkür mächtiger Herrscher angepasst.

 

Die Vermischung mit der christlichen Tradition und den Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland führte dann zusehends zur heutigen Form des Dreikönigstages. Einen ganz besonderen Anteil daran hatte auch die Überbringung der Reliquien der Heiligen Drei Könige durch Friedrich Barbarossa respektive durch seinen Kanzler von Mailand in den Kölner Dom (1165). Dort ruhen sie denn noch heute noch im grössten erhaltenen Reliquienschrein aus dem Mittelalter (Dreikönigsschrein).

 

Der Dreikönigskult erfuhr durch Wahlfahrten und Prozessionen der Sternsinger einem starken Aufschwung. Die wenig morgenländischen Namen Kaspar, Melchior und Balthasar erhielten die Heiligen Drei Könige übrigens erst im 9. Jahrhundert. Dass unter ihnen gar ein Mohr gewesen sein soll, wird dann erst ab dem 12. Jahrhundert behauptet. Anfänglich war eigentlich auch nur die Rede von "Magier" oder von den sternkundigen "Weisen aus dem Morgenland"
 

Im 3. Jahrhundert schloss der Theologe Origines aufgrund der in der Bibel genannten drei Gaben (Gold, Weihrauch und Myrrhe) auf eine Dreizahl. Papst Leo I. erklärte sie schliesslich als heilig. Zu eigentlichen Königen wurden sie dann erst im 6. Jahrhundert.

Die Suche

Wer sich nicht auf die Reise wagt, der durchschreitet keine tiefen Täler und passiert keine hohen Gipfel, macht nicht an lärmenden Strassen Halt und schläft nicht unter fernen Himmeln im warmen Nachtwind. Der "Dreikönigstag" kann einem aufs Neue bewusst machen, dass Menschen manchmal eine weite Reise vor sich haben, weil sie nach dem Sinn des Lebens suchen und schliesslich - wie die Weisen - Jesus finden. Auf die Frage, was er einem jungen Menschen ans Herz legen würde für sein Leben, antwortete ein bekannter amerikanischer Schriftsteller: "Mach dich auf die Reise!"

 

Dreikönigskuchen mit Rosinen

Zutaten
  • 550 g Mehl
  • 1/4 L Milch
  • 30 g Hefe
  • 100 g gute Butter
  • 70 g Zucker
  • gut 1/2 TL Salz
  • abgeriebene Zitronenschale
  • 1 Msp. geriebene Muskatnuss
  • 80 g Rosinen
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 2 Eier
  • 20 ml Rum
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • Butter für das Einreiben des Backbleches
Zubereitung
  1. Das Mehl wird fein in eine Schüssel gesiebt und in die Mitte die Vertiefung gedrückt, wo die Hefe reingebröckelt wird und mit lauwarmer Milch sich dann auflöst. Eine dünne Schicht Mehl darüber sieben und diesen Vorteig mit einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen.
  2. In der Zeit die Butter schmelzen lassen und mit Zucker, Salz, Zitronenschale, Muskat und Eiern verrühren. Diese warme Mischung wird mit dem Vorteig nun verrührt und zu einem glatten, nicht allzu festen Teig geschlagen, der sich trocken anfühlen sollte. Nochmals zugedeckt 15 Minuten gehen lassen.
  3. Inzwischen die Rosinen, die Mandeln und den Rum vermischen. Rasch unter den Teig verkneten und diesen ein weiteres Mal gehen lassen, bis sich das Volumen in der Schüssel verdoppelt hat.
  4. Den Teig nun in 2 Hälften teilen und je eine glatte Kugel formen. Diese wird auf ein leicht gefettetes Backblech gesetzt und etwas flach gedrückt. Die andere Hälfte des Teiges wird in 7 Stücke geteilt und ebenfalls zu Kugeln geformt.
  5. Das Eigelb wird mit etwas Wasser verrührt und damit zuerst die große Kugel bestrichen, die kleinen Kugeln werden jetzt darangesetzt und ebenfalls mit dem Eigelb bestrichen. In den auf 210° vorgeheizten Backofen wird der Teig angebacken, dann die Hitze reduziert auf 180° und in 25 - 35 Minuten fertig gebacken.

  

Das nächste Türchen kommt bestimmt!

 

 

Nicht nur für Elke

Tussilikör:

 

 

 

zum Schluß noch etwas Schnee hinter dem Hochwasserfoto

*machmalklick

aktualisiert im März 2018 | boehm[aet]kr-uerdingen.de